Egal, wie groß die Küche ist, ein Heizkörper muss immer Platz finden! Schließlich wollen wir im Winter beim Kochen nicht zittern. Was logisch und einfach genug klingt, kann manchmal aufgrund von Platzmangel und den bautechnischen Grundansprüchen zu einem großen Problem werden. Wir verraten darum, worauf Sie beim Heizkörper in der Küche achten müssen.

Welcher Heizkörper für die Küche?

Im Grunde können Sie in der Küche jede Art von Heizkörper einsetzen – in den gesetzlichen Grundlagen wird die Küche wie ein normaler Wohnraum (im Gegensatz zum Feuchtraum Bad) gehandhabt. Das heißt, dass sowohl Wandheizkörper, als auch Fußboden- oder Wandheizung möglich sind.

Da in der Küche jedoch ähnlich wie im Bad häufiger nasse Tücher und Lappen anfallen, kann es durchaus eine Überlegung wert sein, ein Modell zu wählen, das eigentlich für das Badezimmer gedacht ist. Viele dieser Badheizkörper verfügen über eine Handtuchstange, an der Sie die feuchten Tücher schnell trocknen können.

Heizkörper in Küche integrieren – clevere Ideen

Freie Wände können in der Küche durchaus Mangelware sein. Schließlich will man die Wände meist lieber mit einer Küchenzeile ausstatten, um möglichst viel Stauraum zu gewinnen. Wir haben ein paar Ideen, wie Sie die Heizung auch in knappen Raum galant integrieren.

Die Fußbodenheizung – genial versteckt

Viele Küchen bieten leider viel zu wenig Platz – gerade in Mietwohnungen kann es beim Kochen durchaus eng werden. Ein Heizkörper kann den Platz entsprechend weiter einengen. Um das zu verhindern, ist eine Fußbodenheizung ideal.

Besonders genial? Der Heizkörper fällt einfach weg und ist damit auch niemandem im Weg. Zudem hält sie die Füße auch an den kältesten Wintertagen warm. Besonders in der Küche ist das super, denn der häufig geflieste Boden kann durchaus eiskalt sein.

Der Küchenheizkörper hinter der Arbeitsplatte

Natürlich muss eine Fußbodenheizung schon vor der Einrichtung, besser noch in der Bauphase eingeplant werden. Ist das nicht der Fall gewesen, kann man die Heizkörper auch mit anderen Varianten vor dem bloßen Auge verbergen. Sie können zum Beispiel einen bereits eingebauten Heizkörper hinter der Arbeitsplatte verstecken – so haben Sie in den Schränken davor noch genug Stauraum.

Allerdings gibt es bei dieser Variante einiges zu beachten. Zum einen sollte der Heizkörper unbedingt 10 cm unter der Arbeitsplatte liegen und muss durch ein Lüftungsgitter bedeckt werden. Auch über den Sockelbereich sollte Luft zugeliefert werden – dafür kann die Bodenfläche der Küchenzeile einfach ein wenig verkürzt werden. Nur so kann die warme Luft auch im Raum zirkulieren. In den meisten Küchenstudios und Baumärkten wird häufig schon eine solche Variante angeboten.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie den Heizkörper in der Küche dennoch problemlos bedienen können. Das heißt entweder, dass Sie einen Zugang zum Drehthermostat schaffen oder ein externes Thermostat installieren. Dieses können Sie dann unkompliziert z.B. neben dem Lichtschalter anbringen.

Neue Flachheizkörper für mehr Platz

Ist bei Ihnen im Haus auch noch ein altmodischer und vor allem platzfressender Röhrenheizkörper verbaut? Dann wird es Zeit für ein Upgrade mit einem modernen Flachheizkörper.

Dieser ist nicht nur – wie sein Name schon vermuten lässt – herrlich schmal, sondern fügt sich auch perfekt in das Bild einer stylischen Küche ein. Außerdem ist er viel energie- und materialeffizienter als sein Vorgänger. Gerade in der Küche, wo man durch das Kochen oft schon eine gewisse Grundtemperatur erreicht, lohnt sich auch ein Niedrigtemperatur-Heizkörper – diese sind häufig noch dünner und kleiner.

Unkompliziert und schick – die Infrarotheizung

Brauchen Sie eine schnelle und einfache Lösung, weil Ihnen beim Kochen förmlich die Finger abfallen vor Kälte? Dann ist der Infrarotheizkörper ideal. In den meisten Fällen wird dieser nämlich ganz einfach in die Steckdose gesteckt und schon taut er Sie und Ihre Finger wieder auf.

Wenn Sie jetzt bei dem Wort Steckdose hellhörig geworden sind und an alte Elektroheizungen – wahre Stromfresser – denken, seien Sie beruhigt! Die Infrarotheizung ist dafür ausgelegt, besonders effizient und sparsam Energie in Wärme umzuwandeln und an den Raum abzugeben. So wird diese Heizung immer mehr zur Alternative für herkömmliche Heizkörper.

Design-Heizkörper: Küche verzaubern und erwärmen

In der modernen Zeit legen wir unglaublich viel Wert darauf, Funktionalität und Design zusammenzubringen – wieso also nicht auch beim Heizkörper? Die Industrie hat zum Glück hier ebenfalls Innovationen mit einem wahren WOW-Faktor geschaffen, die sich überall in der Wohnung – auch in der Küche – hervorragend einbringen lassen!

Gerade die Entwicklung des Flachheizkörpers hat einiges beigetragen: Sie hat Designern und Künstlern die Tür geöffnet. Ihr Heizkörper könnte dank bunter Farben oder einzigartiger Gestaltung zu einem wahren Hingucker werden! Wie wäre es zum Beispiel mit einem Lichtspiel in der Heizung? Oder einem Korpus in Steinoptik? Ihrer Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt!

Auch der Infrarot-Heizkörper spielt gestaltungstechnisch eine große Rolle. Mehr noch als beim Flachheizkörper sind die Oberflächen vielseitig und mal mehr, mal weniger verspielt. So könnte sich zum Beispiel ein Spiegel an einer solchen Heizung ideal machen, um einer kleinen Küche die Illusion zu schenken doch viel größer zu sein. Es gibt sie auch z.B als Kreidetafel, wodurch eine zweite Funktion etabliert wird. Ist das nicht genial?

Heizkörper berechnen für die Küche – so geht’s

Nachdem wir über die unterschiedlichen Varianten von Heizkörpern gesprochen haben, wollen wir uns abschließend der Anzahl dieser in einem Raum wie der Küche widmen. Die Grundlage hierfür bildet die DIN EN 12 831 („Heizungsanlagen in Gebäuden, Verfahren zur Berechnung der Heizlast“).

Abhängig ist die geforderte Leistung der Heizkörper (und damit auch ihre Anzahl) von der gewährleisteten Dämmung. In der Regel bedeutet das, dass in wärmegedämmten Neu- und Altbauten rund 100 Watt je Quadratmeter veranschlagt werden müssen. Bei ungedämmten Altbauten erhöht sich dieser Wert um 50.

Standardmäßig haben die meisten Heizkörper eine Leistung von etwa 750 Watt. Das bedeutet, dass mit einem solchen Modell ca. 4 bis 7,5 qm abgedeckt werden können. Für eine Küche mit beispielsweise 10 qm Flächen würde das also in den meisten Fällen zwei Heizkörper bedeuten. Haben Sie jedoch eher wenig (Wand-)Platz, können Sie auch gern einen einzelnen, leistungsstärkeren Heizkörper wählen, sofern das möglich ist.

Quellen
www.obi.de/…/der-richtige-heizkoerper-fuer-jeden-raum/
www.hea.de/…/planungshinweise-fuer-die-beratung
www.selbst.de/heizkoerper-berechnen-550.html
www.schoener-wohnen.de/…/heizkoerper-mit-heissem-design