Keine Heizkörper mehr zu haben, klingt für Sie reizvoll? Die ollen Staubfänger einfach zu entsorgen umso mehr? Aber leider haben Sie nicht genug Raumhöhe, um eine Fußbodenheizung nachzurüsten? Dann kann eine Wandheizung genau die richtige Lösung sein – wir zeigen warum und was sie eigentlich kann!

Wandheizung: Was kann sie, was nicht?

Um eine Entscheidung zu treffen, ob man sich wirklich von den gewohnten Heizkörpern trennen sollte, muss man alle Fakten kennen. Denn wie immer und alles im Leben hat auch eine Wandheizung natürlich ihre Vor- und Nachteile. Über diese sollten Sie sich erst eingehend informieren, denn die nötigen Umbau-Maßnahmen sind durchaus erheblich und sollten darum auch wohl überlegt sein.

Wann ist sie sinnvoll?

Bei einer Renovierung kann es also eine gute Idee sein, die Heizstruktur zu ersetzen. Gerade alte Gasheizungen gehören nicht mehr in moderne bzw. modernisierte Wohnungen. Aber auch normale Wasserheizkörper haben ihre Nachteile: Sie wärmen die Luft in ihrer Umgebung auf, wirbeln dabei aber eine Menge Staub umher.

Eine Wandheizung dagegen erzeugt Strahlungswärme. Das bedeutet, dass sie nicht die Luft, sondern Gegenstände erwärmt. So bringt das System keinen Staub in Umlauf – gerade für Allergiker ist das ein enormer Vorteil. Außerdem beugt diese Heizung der Schimmelbildung vor, da sich die gesamte Wand erwärmt.

Hat die Wandheizung Nachteile?

Auch wenn die Vorteile erstaunlich sind, so bringt die Wandheizung auch einige Nachteile mit sich. Zum einen ist die Installation schwieriger und teurer als die eines herkömmlichen Heizsystems. Ausgeglichen werden diese Kosten jedoch durch die Energieersparnis, die man durch ihren Einsatz erzielen kann.

Zudem dürfen an einer beheizten Wand nicht dauerhaft Bilder und Möbel angebracht werden. Bei der Innenplanung muss diese Besonderheit als berücksichtigt werden. Je nach Einrichtungsstil kann das eine kleine Herausforderung werden, die sich aber lohnt.

Wichtig! Die richtige Dämmung

Hinter der Wandheizung sollte die Wand unbedingt gut gedämmt werden, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Bei Außenwänden ist das besonders wichtig, aber auch Innenwände sollten für eine effiziente Nutzung gedämmt sein.

Welche Arten der Wandheizung gibt es?

Ist die Entscheidung für eine Wandheizung getroffen, gilt es noch abzuklären, welche Art es denn sein soll. Denn auch hier gibt es erhebliche Unterschiede, vor allem in der Form der Betreibung. So gibt es zum Beispiel Systeme, die traditionell mit warmem Wasser funktionieren, aber auch welche mit einem Stromanschluss.

Wasserführende Wandheizung

Für diese Art werden ähnlich wie bei der Fußbodenheizung Rohre in der Wand verlegt, durch die warmes Wasser geführt wird. Dabei werden diese Rohre entweder direkt in den Trockenbau eingearbeitet oder auf massive Wände aufgeputzt. Die Regelung der Heizung findet dann mit einem Thermostat an der Wand statt.

Diese Art kostet natürlich etwas Platz, denn man muss samt Dämmung mit ca. 10 cm Aufputz je Wand rechnen. Als Putz sollte zudem unbedingt Lehm verwendet werden, da dieser wärmedurchlässig ist. Wenn das berücksichtigt wird, kann diese Variante eine gute Option sein!

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Elektrische Wandheizung

Im Grunde ist die Installation der elektrischen Wandheizung ähnlich wie die der wasserführenden. Nur werden hier elektrische Heizmatten in den Trockenbau oder in den Putz verlegt. Die elektrische Variante ist leider etwas ineffizienter als die Wasserheizung, jedoch dennoch sinnvoll, wenn keine Zentralwärme angebunden werden kann.

Infrarot Wandheizung

Die Infrarot-Wandheizung ist eine Sonderform. Hier werden Paneele an der Wand befestigt und geben die Wärme in Form von Infrarotstrahlung an den Raum ab. Dabei können diese Paneele völlig unterschiedlich gestaltet sein und wahre Designobjekte darstellen. Interessant ist diese Art überall da, wo keine Zentralheizung vorhanden ist, denn dieses System kann gänzlich unabhängig als Einzelheizung installiert werden.

Wandheizung oder Fußbodenheizung – was soll’s sein?

Eigentlich ist das nur eine Frage des Geschmacks, denn das Funktionsprinzip ist – außer bei der Infrarotheizung – das gleiche. Viele Menschen empfinden jedoch die Wärme von der Seite deutlich angenehmer, als „nur“ warme Füße zu bekommen. Jedoch kann gerade im Bad eine Fußbodenheizung trotzdem eine gute Alternative oder Ergänzung sein, um nicht gleich die wohlige Wärme der Dusche oder Badewanne aus den Gliedern zu vertreiben.

Außerdem bietet die Fußbodenheizung dann einen Vorteil, wenn die Wände von Fenstern und Türen durchbrochen werden. Eine Wandheizung sollte möglichst an einer großen Fläche installiert werden. Ist das nicht möglich, kann eine Fußbodenheizung eingesetzt werden, jedoch verringert diese wiederum die Raumhöhe. Die endgültige Entscheidung ist also sehr von den individuellen Gegebenheiten abhängig.

Quellen
www.kesselheld.de/wandheizung/
www.hausjournal.net/wandheizung-oder-fussbodenheizung