Eine Fußbodenheizung ist etwas wirkliches Schönes – so hat man auch im Winter garantiert immer warme Füße. Doch welcher Belag eignet sich eigentlich? Und was sind die Unterschiede? Kann man auch Laminat für die Fußbodenheizung verwenden? Wir wissen Bescheid!

Gibt’s den Einen? Den Richtigen?

Eine wichtige Frage des Lebens – und wir können sie immerhin für ein Thema klären: den Bodenbelag für die Fußbodenheizung. Hier ist die Antwort ganz klar nein. Eigentlich kann so gut wie jeder Belag mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden – sie alle haben aber unterschiedliche Eigenschaften und geben die Wärme verschieden gut weiter.

Entscheidend: die Wärmeleitfähigkeit

Dabei kommt es zum einen auf die Wärmeleitfähigkeit an. Das heißt genauer: wie gut nimmt das Material die Wärme auf? Wie wärmedurchlässig ist es? Und wie viel Wärme gibt es auch wieder ab? Je höher also die Wärmeleitfähigkeit desto besser ist das Material geeignet.

Und die Materialdicke

Natürlich ist neben der Wärmeleitfähigkeit auch die Dicke des bevorzugten Bodenbelags entscheidend. Logischerweise durchdringt die Wärme dünnere Schichten schneller, als mehrere Zentimeter dicke.

Zusammen: Der Wärmedurchlasswiederstand

Die Kombination aus diesen beiden Eigenschaften ist ausschlaggebend für die Eignung eines Bodenbelags für die Fußbodenheizung. Sie beschreibt sich im Wärmedurchlasswiederstand. Dieser wird berechnet in dem die Dicke des Materials durch dessen Wärmeleitfähigkeit genommen wird. Je niedriger das Ergebnis ist, desto geeigneter ist das Material. Prinzipiell sollte ein Wert von 0,15 m2K/W nicht überschritten werden.

Beispiele für den Wärmedurchlasswiderstand

Damit Sie es einmal vor Augen haben, haben wir einige Beispiele zusammengestellt, die einen guten Überblick für die (Nicht-)Eignung verschiedener Materialien geben.

BodenbelagDicke (in mm)Wärmeleitfähigkeit (in W/mK)Wärmedurchlass-
widerstand (in m2K/W)
Teppich0,05 – 0,15
Laminat90,170,05
Fliesen131,050,012
PVC-Beläge2,00,20,01
Eichenparkett
- Mosaik
- Stab
- Mehrschicht

8,0
16,0
11,0 – 14,0

0,21
0,21
0,09 – 0,12

0,04
0,08
0,09 – 0,15

Laminat für die Fußbodenheizung

Gerade Laminat wird unterdessen zum beliebten Ersatz für Parkettböden – und auch andere Bodenbeläge wie Teppich. Den Unterschied zum echten, viel teureren und wesentlich anfälligeren Parkett sehen heutzutage nur noch die Profis. Und auch so bringt der Laminatboden viele Vorteile wie seine Wasserdichte, Schlagfestigkeit und Robustheit mit sich – und das wichtigste: er ist Eins-A mit einer Fußbodenheizung kombinierbar.

Was muss beachtet werden
Laminat für die Fußbodenheizung sollte spezifisch als geeignet gekennzeichnet sein. Dabei handelt es sich zumeist um Beläge, bei denen die Trittschalldämmung schon inkludiert ist. Der Wärmedurchlasswiderstand kann in dem Fall direkt von der Packung abgelesen werden. Muss die Trittschalldämmung noch nachgerüstet werden, verändert er sich und es muss geschaut werden, ob die Verwendung dieses Laminats für die Fußbodenheizung wirklich sinnvoll ist.

Damit es außerdem nicht zu einer Übertrocknung des Bodenbelages kommt, darf die Heizung den Boden auf nicht mehr als 26°C erheizen. Desweiteren sollte eine Dampfsperre verlegt werden. Teppiche und Läufer werden bestenfalls gemieden. Unter ihnen kann es sonst leicht zum Hitzestau kommen – und auch so wird der Effekt der Fußbodenheizung dadurch eingedämmt.

Alternativer Bodenbelag für die Fußbodenheizung

Wie auch schon an unseren Beispielen ersichtlich wurde, eignen sich neben Laminat auch andere Bodenbeläge für die Fußbodenheizung. Teppiche sollten dabei am besten dünn und speziell für diesen Verwendungszweck geeignet sein. Sind diese Punkte allerdings erfüllt, lässt es sich auf dem weichen Flausch besonders bequem liegen und herumtollen – gerade für Kinder das absolute Paradies.

Auch Parkett kann verwendet werden. Allerdings erweisen sich hier die exzellenten Dämmungseigenschaften des Holzes als Nachteil – wichtig ist es also, auf das richtige Material zu achten. Helles Holz leitet dabei generell schlechter als dunkles. Kirsche, Nussbaum oder Eiche sollten bestenfalls verklebt gelegt werden, um den Wärmedurchlasswiederstand so gering wie möglich zu halten.

Und im Bad?
Fliesen und auch PVC eignen sich sehr, sehr gut als Bodenbelag für die Fußbodenheizung. Sie verfügen über einen beinahe perfekten Wärmedurchlasswiderstand für diesen Zweck. Sie sollten allerdings auf die Qualität und den Preis achten – zu billige Modelle können an dieser Stelle schwächeln.

Welcher Bodenbelag bei der elektrischen Fußbodenheizung?

Die vorherigen Ratschläge beziehen sich ausschließlich auf Fußbodenheizungen, die wassergeführt sind. Wird eine elektrische Fußbodenheizung verbaut, müssen Sie sich unbedingt auf die Angaben des Herstellers beziehen. Nur explizit für diese Verwendung ausgeschriebene Beläge sollten hier auch wirklich verwendet werden.

Fazit: Der beste Bodenbelag für die Fußbodenheizung?

Wenn man das Optische und den Einsatzort für einen Moment vergisst, sind Fliesen der ideale Bodenbelag. Sie haben einen ausgezeichneten Wärmedurchlasswiderstand, der materialunabhängig ist. Doch wenn es zum Beispiel um die Fußbodenheizung im Wohnzimmer geht, könnte ein gefliester Boden doch sehr seltsam aussehen. Empfehlen lässt sich hier eher Teppich, Laminat oder Parkett. Passen Sie hier nur auf, dass der Wärmedurchlasswiderstand 0,15 m2K/W nicht überschreitet.

Quellen:
www.selfio.de/blog/fussbodenheizung-welcher-bodenbelag-ist-geeignet.html
www.selfio.de/blog/welcher-bodenbelag-fuer-fussbodenheizung-laminat-teppich-parkett-fliesen.html
www.warmupdeutschland.de/blog/bodenbelaege-fuer-fussbodenheizung-wie-gut-eignen-sich-vinyl-fliesen-oder-teppich
www.hausjournal.net/bodenbelaege-fuer-fussbodenheizung